Blechgaragen: Preise und Kosten

Blechgaragen erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. In früheren Zeiten wurden meistens Wellblechgaragen hergestellt. Diese sind jedoch sehr selten geworden. Inzwischen sind Trapezbleche im Einsatz. Diese weisen, wie der Name schon vermuten lässt, trapezförmige Profile auf.

Aufgrund dieser Profilierung erhalten dünne und somit auch leichte Bleche eine besondere Stabilität. Damit die Stahlbleche nicht der Korrosion ausgesetzt sind, werden die Oberflächen beschichtet. Meistens werden die Trapezbleche verzinkt. Es gibt aber auch Beschichtungen mit Kunststoff. Diese stehen dann in unterschiedlichen Farbtönen zur Wahl.

Aufgrund der Wahlmöglichkeit unterschiedlicher Farbtöne lassen sich die Blechgaragen sehr gut auf dem Grundstück integrieren.

Baugenehmigung und Bauamt – Eine gute Vorbereitung ist wichtig

Es ist auf jeden Fall zu empfehlen, sich im Voraus bei der zuständigen Behörde, meistens ist es das Bauamt, über eine Genehmigungspflicht zu informieren. Die Gesetzeslage ist nicht überall gleich. In einigen Regionen kann jeder auf seinem Grundstück eine Garage aufbauen, sofern er keinen Nachbarn damit beeinträchtigt. Es gibt aber auch Regionen, bei denen der Bau einer Garage angezeigt oder sogar genehmigt werden muss. Um späteren Ärger zu vermeiden, ist daher eine Sicherheit bezüglich der Genehmigungspflicht einzuholen.

Bevor eine Blechgarage aufgestellt wird, muss ein entsprechender Platz festgelegt werden. Bei der Platzwahl ist es besonders wichtig, dass die Garage gut mit dem Auto erreichbar ist. Keiner möchte erst lange mit dem Fahrzeug rangieren, um in die Garage zu fahren. Nachdem ein geeigneter Platz gefunden wurde, muss noch eine Entscheidung bezüglich der Größe getroffen werden. Soll es eine Einzelgarage oder eine Doppelgarage sein?

Vielleicht soll auch noch ein kleiner Stauraum für Winterreifen oder Werkzeuge entstehen? Diese Fragen müssen im Voraus geklärt werden.

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Auch eine Blechgarage braucht ein stabiles Fundament. Ist bereits eine gepflasterte Fläche vorhanden, kann sie dort aufgestellt werden. Ist das jedoch nicht der Fall, muss ein Fundament aus Beton angefertigt werden. In dem Fall ist es empfehlenswert, sich zunächst für eine Blechgarage zu entscheiden. Vom jeweiligen Hersteller kann dann in Erfahrung gebracht werden, welche Größe das Fundament haben muss. Zudem geben die Hersteller auch Auskünfte darüber, wie das Fundament beschaffen sein muss. Mitunter können gleich Anker oder ähnliche Befestigungselemente mit im Fundament eingebaut werden.

Mit welchen Kosten für ein Fundament aus Beton zu kalkulieren ist, hängt von mehreren Faktoren ab. In der Regel muss zunächst ein Bodenaushub erfolgen. Je nach Bodenbeschaffenheit müssen verschiedene Schichten mit Kies aufgefüllt werden. Das Fundament muss auf jeden Fall frostsicher sein. Sonst würde es sich durch Frosteinwirkung anheben. Das führt nicht nur zu Rissen, sondern es kann auch Schäden an der Blechgarage anrichten.

Als Faustregel gilt jedoch, dass ein Fundament in etwa 70 bis 100 Euro pro Quadratmeter Fläche kostet. Wer es in Eigenregie herstellt, kann mit Kosten von etwa 30 bis 50 Euro pro Quadratmeter rechnen.

Die Blechgarage aufbauen

Mit dem Aufbau sollte erst dann begonnen werden, wenn das zuvor errichtete Fundament vollständig ausgehärtet ist. Das kann je nach Verlauf der Witterung bis zu sechs Wochen dauern. Danach geht der Aufbau aber sehr schnell. In der Regel werden Blechgaragen in Form von Bausätzen angeboten. Darin enthalten sind folgende Komponenten:

  • Frontseite mit eingebautem Garagentor
  • Profilbleche für die Seitenwände und Rückwand
  • Quertraversen
  • Profilbleche für das Dach
  • Befestigungsmaterialien
  • Aufbauanleitung

Spezielle Werkzeuge sind zum Aufbau nicht erforderlich. Die einzelnen Komponenten werden mit Schrauben gängiger Größen montiert. Aus diesem Grund sind nur wenige Schraubenschlüssel erforderlich. Besonders vorteilhaft erweist sich ein Steckschlüsselsatz mit einer Knarre.

In der Aufbauanleitung steht mitunter, dass zwei Personen erforderlich sind. Besser ist es aber, wenn noch eine dritte Person beim Aufbau mithilft. Sämtliche Bauteile müssen exakt justiert und befestigt werden. Da können ein paar helfende Hände von Vorteil sein. Es kann davon ausgegangen werden, dass der Aufbau einer Blechgarage an einem Tag erledigt ist. Dann kann schon am Abend das Auto darin sicher und trocken untergebracht werden.

Fehler beim Aufbau der Blechgarage vermeiden

Der Aufbau einer Blechgarage gestaltet sich im Grunde genommen recht einfach. Die einzelnen Bauteile sind meistens so vorbereitet, dass sie nur in einer ganz besonderen Art und Weise zusammenpassen. Trotzdem können Fehler gemacht werden. Eine Blechgarage ist in der Regel so konstruiert, dass zwischen den Seitenwänden und dem Dach ein Spalt bleibt. Das Gleiche gilt auch für das Garagentor. Es schließt niemals exakt über dem Fußboden ab.

Die Spalten am Garagentor und an den Wänden dürfen auf keinen Fall abgedichtet werden. Sie dienen zur Zirkulation der Luft. Nur dadurch kann ein nasses Fahrzeug im Innern der Garage wieder abtrocknen. Werden sämtliche Luftschlitze abgedichtet, entsteht in der Garage eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit.

Diese führt dazu, dass am Fahrzeug Korrosion auftritt oder im schlimmsten Fall Störungen an der Fahrzeugelektrik auftreten. Eine ausreichende Belüftung des Innenraums ist unbedingt erforderlich.

Die Kosten einer Blechgarage

In erster Linie hängen die Kosten von der Größe der Blechgarage ab. Die Kosten für einen Bausatz einer Einzelgarage liegen in einem Bereich zwischen etwa 1.000 und 2.500 Euro. Neben der Größe spielt auch die Qualität sowie die Stabilität eine wesentliche Rolle. Ein Bausatz für eine Doppelgarage aus Blech kostet in etwa zwischen 1.500 und 4.000 Euro. Dazu kommen noch die Kosten für das Fundament und den Aufbau.

Es gibt auch die Möglichkeit, eine Blechgarage verputzen zu lassen. Das dient in erster Linie rein optischen Zwecken. Für das Verputzen fallen Kosten in Höhe von etwa 2.000 bis 5.000 Euro an. Dabei kommt es natürlich auch wieder auf die Größe der Garage an.

Zudem ist es möglich, einen elektrischen Garagentorantrieb, eine Beleuchtung oder auch eine Steckdose zu installieren. Es stehen zahlreiche weitere Komponenten und Zubehörteile zur Wahl, die eine Blechgarage deutlich komfortabler machen. Welche zusätzlichen Ausstattungsmerkmale gewünscht sind, hängt vom individuellen Geschmack des Eigentümers ab.

Vorteile einer Blechgarage

  1. Blechgaragen gehören zu den günstigsten Garagen überhaupt.
  2. Nach der Fertigstellung des Fundaments sind sie in wenigen Stunden aufgebaut.
  3. Da die einzelnen Komponenten relativ leicht sind, können sie auch an Plätzen aufgebaut werden, die mit einem Lkw nicht erreichbar sind.
  4. Sie benötigen überhaupt keine Pflege.
  5. Blechgaragen halten sehr lange
  6. Sie bieten dem Fahrzeug einen guten Schutz vor Witterungseinflüssen und Diebstahl.

Nachteile der Blechgaragen

  1. Verzinkte Blechgaragen verändern im Laufe der Zeit ihr Aussehen ein wenig.
  2. Aufgrund der fehlenden Dämmung treten im Innenraum hohe Schwankungen der Temperatur auf.

Fazit

Blechgaragen stehen in verschiedenen Größen zur Wahl. Daher stehen sowohl für Kleinwagen als auch für Luxuskarossen geeignete Modelle zur Verfügung. Auch Doppelgaragen sind erhältlich. Garagen aus Blech gehören zu den günstigsten Varianten, die es gibt. Der Aufbau ist schnell erledigt und das Fahrzeug wird darin gut gegen sämtliche Widrigkeiten geschützt.

Betonfertiggarage – Vorteile, Nachteile, Preise & Kosten

Auch ein Auto sollte ein Dach über dem Kopf haben. Eine günstige und doch langlebige Möglichkeit zum Unterstellen des PKWs ist die Betonfertiggarage. Sie ist schnell montiert und kann sogar auf einem Hanggrundstück aufgestellt werden. Die Fertiggarage aus Beton bietet dem Fahrzeug anders als ein Carport, Schutz vor Diebstahl und Vandalismus.

Mit einer Betonfertiggarage ist der Fahrzeugbesitzer auf der sicheren Seite. Diese Garagen Variante ist zwar die teuerste- aber auch die robusteste unter den Fertigteilgaragen. Allerdings ist sie immer noch um einiges günstiger als ihr gemauertes Pendant. Die industrielle Anfertigung und das einfache Aufstellen sind für den guten Preis verantwortlich.

Betonfertiggaragen kommen vorgefertigt auf das Grundstück

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Beim Kauf einer Betonfertiggarage entfällt in der Regel das aufwendige Betonieren eines Fundamentes. Die Garage kommt auf Wunsch fertig betoniert und montiert, mit samt dem Boden auf das Grundstück. Eine andere Variante der Betonfertiggarage ist, wenn vom Hersteller Einzelteile wie Seitenwände, die Rückwand sowie der Boden vorgefertigt werden.

Sie können anschließend vor Ort entweder in Eigenregie oder vom Montage-Service des Anbieters zusammengebaut werden. Stahlbeton Fertigteilgaragen sind sehr belastbar und langlebig.

Es gibt beinahe für jeden Bedarf die passende Betonfertiggarage

Betonfertiggaragen werden in verschiedenen Bauformen wie etwa als Einzel- oder Doppelgaragen sowie als Breitraumgaragen angeboten. Sie können zudem als Reihengaragen, als Doppelstockgaragen oder sogar als Tiefgaragenanlagen gebaut werden. Die Unterstellplätze eignen sich auch als Lagerraum oder zum Unterstellen eines Wohnwagens.

Es gibt die Bauwerke mit Spitz- oder Flachdächern. Betonfertiggaragen werden von den Herstellern mittlerweile auch mit verschiedenen Farben angeboten. Vorbei sind die Zeiten in denen es sich bei dieser Garagen-Variante, einfach nur um einen viereckiger Klotz handelte. In der Zwischenzeit haben die Anbieter beinahe für jeden Geschmack die passenden Betonfertiggaragen im Angebot.

Sie können den Anforderungen der zukünftigen Nutzer angepasst werden. Ist nur ein PKW in der Familie vorhanden, reicht eine Einzelgarage. Benötigen zwei Fahrzeuge ein Dach über den Kopf, wird man sich für eine Doppelgarage entscheiden. Neben Flachdächer können die praktischen Betonfertiggaragen auch mit Satteldächern ausgestattet werden. Diese Dachform eignet sich besonders für Regen- und schneereiche Regionen.

Vorteile von Betonfertiggaragen

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Bei den Betonfertiggaragen stimmt in der Regel das Preis/Leistungsverhältnis. Beim Erwerb dieser Garagen-Variante brauchen keine Architekten oder Statiker hinzugezogen werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass es beim Aufstellen so gut wie keinen Baulärm gibt. Außerdem ist eine Betonfertiggarage im Vergleich zum gemauerten Unterstellplatz um vieles günstiger.

Sie ist auch platzsparend, da sie bei denselben Außenmaßen zirka 16 Prozent mehr Innenfläche zu bieten hat, als die gemauerte Variante. Der Käufer einer Betonfertiggarage spart also nicht nur Geld, er profitiert auch vom größeren Innenraum des Unterstellplatzes.

Eine Betonfertiggarage überzeugt mit Vorteilen wie:

  • sie wird beinahe ohne Baulärm aufgestellt
  • einer schnellen Bauabwicklung
  • sie ist günstiger in der Anschaffung als eine gemauerte Garage
  • es gibt sie mit verschiedenen Maßen und Ausführungen/auch Erweiterungen sind machbar
  • sie ist platzsparend und robust
  • lässt sich später meist umsetzen
  • kann nach den Wünschen des Käufers geplant werden
  • nur eine Firma und ein Vertragspartner eingebunden
  • in zahlreichen Farben lieferbar

Nachteil:

  • eine eventuelle Schwitzwasserbildung, bei stark schwankenden Temperaturen

Worauf ist beim Kauf einer Betonfertiggarage zu achten?

Es ist wichtig, dass sich der Käufer vor der Auftragserteilung beim Anbieter über alle anfallenden Kosten informiert. Dazu gehören beispielsweise: Der Preis für die Anfahrt und für den Transport der Garage. Es muss festgelegt werden wo sie stehen soll. Wird sie eventuell mit dem Haus verbunden oder wird der Unterstellplatz für das Fahrzeug freistehend aufgebaut.

Der Hersteller sollte unbedingt den Komplettpreis der Garage angeben. Zudem muss sich der Käufer bei der Stadt oder bei der Gemeinde über die Garagenverordung in seiner Region erkundigen und falls nötig eine Baugenehmigung einholen. Bei einigen Garagen-Varianten muss vorher ein Fundament betoniert werden, andere Fabrikate wiederum kommen fertig montiert und betoniert auf das Grundstück.

Die Preise der Betonfertiggaragen

Worauf es bei den Preisen ankommt:

Sie richten sich nach dem jeweiligen Modell und der Größe sowie nach dem Hersteller des Unterstellplatzes. Es kommt darauf an, ob das Fundament in Eigenregie gegossen wird oder ob die Betonfertiggarage bereits fix und fertig angeliefert auf das Grundstück kommt.

Zur Ausstattung von manchen Garagen gehört neben dem Garagentor und dem Fenster auch eine Heizung, die auch zu Buche schlagen wird. Es muss nicht besonders hervorgehoben werden, dass eine Eigenmontage billiger kommt, als der Aufbau durch den Service-Dienst des Anbieters.

Einzel-Betonfertiggarage:

Sie kostet zirka 4 000 bis 5 000 Euro, dazu können noch Kosten für die Anfahrt in Höhe von 300 bis 700 Euro dazu kommen.

Doppelbetonfertiggaragen:

Sie schlagen mit zirka 6 000 bis 7 000 Euro zu Buche – meist zuzüglich der Kosten für die Anfahrt und den Transport. Sonderausstattungen werden in der Regel extra verrechnet.

Großraum-Betonfertiggarage:

Für diese Garagen-Variante muss mit Kosten zwischen 8 000 und 9 000 tausend Euro gerechnet werden – in der Regel exklusive der Kosten für den Transport.

Im Idealfall bekommt der Käufer vom Hersteller den Komplettpreis für die Betonfertiggarage genannt, sodass er mit keinen zusätzlichen Kosten, außer eventuell der Baugenehmigung zu rechnen hat.

TIPP:
Bauherren, die beim Garagenbau mithelfen können Kosten sparen. So kann beispielsweise das Fundament selbst hergestellt werden. Wird die Betonfertiggarage in Einzelteilen geliefert, kann sie mit Hilfe von Familienmitgliedern in Eigenregie aufgebaut werden.

Gebrauchte Betonfertiggaragen – eine sparsame Lösung

Weil Betonfertiggaragen versetzt werden können, kann ein Käufer auch eine gebrauchte Garage kaufen. Damit kann er Kosten sparen und der Verkäufer wird den Platz für einen anderen Zweck nutzen. Der zukünftige Garagenbesitzer muss sich vor dem Kauf vergewissern, ob der gebrauchte Unterstellplatz, auch seinen Anforderungen entspricht.

Des Weiteren ist darauf zu achten, über welche Ausstattung das Bauwerk verfügt. Ist eine Lüftung vorhanden? Außerdem darf die gebrauchte Fertigbetongarage keine größeren Risse aufweisen. Legt der Kunde Wert auf trockene Füße, dann sollte das Garagentor elektrisch zu öffnen sein. Nicht jede gebrauchte Garage ist unbedingt ein Schnäppchen. Ist sie älter als sieben Jahre kann ein gewisser Sanierungsbedarf vorhanden sein.

Außerdem müssen auch die Kosten für den Ab- und Aufbau, sowie für den Transport berücksichtigt werden. Zudem kann es beim Umstellen zu Schäden kommen.

Fazit:

Bei einer Betonfertiggarage handelt es sich um eine massive Garage, die um einiges schneller aufgebaut wird als eine konventionelle Garage. Außerdem ist sie viel günstiger in der Anschaffung. Trotzdem bietet sie dem Garagennutzer sowohl im Sommer als auch im Winter einen angenehmen Komfort.

Die Fertiggarage schützt das Fahrzeug zudem vor Vandalismus und Diebstahl. Es gibt eine Menge guter Argumente, die für die Anschaffung einer Betonfertiggarage sprechen.

Garage in Nordrhein-Westfalen bauen: Diese Punkte müssen Sie beachten.

Wer den Bau des eigenen Hauses plant, bindet fast immer auch die Errichtung einer Garage in seine Überlegungen mit ein. Auch ältere Grundstücke, die noch keinen geschlossenen Unterstand für ein Fahrzeug bieten, werden häufig um eine solche ergänzt. Vorausgesetzt, es ist ausreichend Platz und ein Bedarf vorhanden. Da heute fast jede Familie mindestens einen Wagen besitzt und Garagen gelegentlich auch zum Stauraum für andere Dinge genutzt werden, ist der Bedarf fast in allen Fällen vorhanden.

Selbst wenn auf der Straße vor dem Haus ausreichen Parkmöglichkeiten vorhanden sind, ergibt der Bau einer Garage durchaus Sinn. Da wären zum Einen der Schutz vor Wetter- und Vandalismusschäden, der durch die verschlossene Abstellmöglichkeit gegeben wird, und zum anderen der Schutz vor Diebstahl. Aus genau diesen Gründen reduziert sich auch die Versicherungsprämie, die für ein Auto zu zahlen ist.

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Informieren Sie sich schon vor dem Bau!

Die aktuelle Gesetzeslage hinsichtlich Beantragung und Errichtung einer Garage sollte unbedingt bereits vor dem Bau genau beachtet werden. Gemeindesatzungen können ebenfalls beondere Vorgaben aufstellen. Ein Baubeginn empfiehlt sic grundsätzlich erst nach einer sorgfältigen juristischen Absicherung, das bedeutet mit Erhalt der Baugenehmigung.

Bei einem Hausneubau wird normalerweise direkt die Garage mit eingeplant. Je nach Bedarf als Einzel- oder Doppelgarage. Die frühzeitige Planung verspricht, dass die Garage direkt in die Hausarchitektur integriert werden kann. Doch selbst wenn das Haus schon steht, ist es in den meisten Fällen nicht möglich, einfach drei Mauern und ein Tor neben dem Haus hochzuziehen. Fast immer benötigt man eine Baugenehmigung. In Nordrhein-Westfalen gibt es – genau wie auch in allen anderen Bundesländern – individuelle Regelungen, welche man im Vorfeld genau studieren sollte.

Gesetze und Verordnungen enthalten teils sehr detaillierte Bestimmungen zur erlaubten Bauart der Garage und deren Standort innerhalb des Grundstücks. Selbst wenn für den Bau der Garage eine Baugenehmigung selbst nicht erforderlich ist, sollte dies durch einen Bauantrag geprüft werden. Bestimmte Vorschriften zum Bau gibt es in jedem Falle. In letzterem Falle helfen Hersteller von Fertiggaragen oder auch das Baubüro des Hauses bei Bedarf weiter.

Der Bauantrag für eine Garage in Nordrhein-Westfalen

Der Wunsch nach der Errichtung einer Garage in Nordrhein-Westfalen erfordert zunächst einen Gang zur Baubehörde. Dort wird der entsprechende Antrag gestellt. Eine Vollständigkeit der Unterlagen sorgt für eine zügige Entscheidung. Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Bauvorlagen müssen alle Unterlagen enthalten sein, die zur Bewertung und Genehmigung notwendig sind. In NRW prüft die jeweilige Behörde innerhalb von zehn Tagen den Antrag auf Vollständigkeit.

Das gesamte Verfahren dauert in der Regel höchstens zwei Monate. Es ist dabei darauf zu achten, dass mit dem eigentlichen Bau nicht vor Abschluss des Verfahrens begonnen werden sollte. Hat man beispielsweise bereits erste Maurerarbeiten durchgeführt und bekommt dann eine Verschiebung der Garage um zehn Zentimeter verordnet, kostet das vorschnelle Agieren zusätzliches Geld und Zeit.

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In manchen Bundesländern gibt es Ausnahmen von der Landesbauordnung. In Nordrhein-Westfalen gilt so für bestimmte Gebäude ein Verzicht auf Baugenehmigung grundsätzlich bis zu einer Raumgröße von 30 Kubikmeter Bruttorauminhalt ohne Abstellräume und Feuerstätten. Jedoch sind in NRW Garagen gerade von dieser Regelung nicht betroffen. Es ist also eine Baugenehmigung erforderlich. Die einzige Chance zur Ausnahme sieht folgendes vor:

Liegt bereits ein Bebauungsplan vor, dürfen Garagen bis zu einer Nutzfläche von 100 Quadratmeter in dessen Geltungsbereich genehmigungsfrei errichtet werden. Größere Garagen, die sogenannten Mittelgaragen, bedürfen vor Baubeginn eines Standsicherheitsnachweis. § 67 der BauO NRW lässt unter bestimmten Bedingungen die Beantragung eines Freistellungsverfahren vor. Für genehmigungspflichtig Garagen ist zudem ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren möglich. Allerdings nur gesetzt des Falles, die Garage unterschreitet die Grenze von 1.000 Quadratmeter Nutzfläche.

Bei Wohnhäusern ist dies fast immer der Fall. Es empfiehlt sich im Übrigen auch, den Bau einer Garage immer kombiniert mit dem Bauantrag des Wohnhauses zu stellen. Selbst wenn die Garage erst später errichtet werden soll, bleiben in NRW hierfür drei Jahre Zeit.

Die Landesbauordnung für Nordrhein-Westfalen (BauO NRW)

Beim Bau einer Garage finden mehrere Gesetzestexte eine Anwendung. Generell gilt das Baugesetzbuch (BauGB),da es sich um ein bundesweit gültiges Gesetz handelt. Die Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (BauO NRW) weicht in einigen Punkten vom Bundesgesetz ab. Zusätzlich gibt es eine Verwaltungsvorschrift zum Landesgesetz (VV BauO NRW) und eine Verordnung über bautechnische Prüfungen (BauPrüfVO).

Letztere gibt Auskünfte über die benötigten Unterlagen, die für die Antragstellung nötig sind. Einigen ist vielleicht noch die alte Garagenverordnung NRWs bekannt, die allerdings 2009 in die Verordnung über Bau und Betrieb von Sonderbauten (Sonderbauverordnung – SBauVO) integriert wurde.

Hier finden sich genaue Regelungen zu Definition, Errichtung und Nutzung von Garagen in Nordrhein-Westfalen. Das bekannte Nachbarrechtsgesetz Nordrhein-Westfalen (NachbG NRW) regelt überdies jene Sonderfälle, bei denen Garagen auf der Grenze zum Nachbargrundstück errichtet werden sollen. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn Doppelgaragen von zwei Grundstücken genutzt werden sollen.

Die Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen

Laut gesetzlicher nordrhein-westfälischer Definition sind Garagen „ganz oder teilweise umschlossene Räume zum Abstellen von Kraftfahrzeugen.“ (BauO NRW) Im Gegensatz zu anderen Bauanträgen gibt es keine Verpflichtung für den Entwurfsverfasser einer Garage auch zeitgleich bauvorlageberechtigt zu sein. Gilt für Garagen und Carports mit bis zu 100 Quadratmetern Fläche.

Die Verwaltungsvorschrift zur Landesbauordnung Nordrhein-Westfalen

Weitere Angaben finden sich in der VV BauO NRW:
Garagen und überdachte Stellplätze bis zu einer Nutzfläche von 100 Quadratmeter können auf Schallschutz-, Wärmeschutz- und Standsicherheitsnachweise verzichten. Eine Untersuchung auf Kampfmittel ist auf dem Untergrund, auf dem eine genehmigungsfreie Garage errichtet werden soll, nicht notwendig.

Die Verordnung über bautechnische Prüfung

In dieser Verordnung sind die benötigten Unterlagen gelistet:

  • Katasterkartenauszug
  • Lageplan
  • Baubeschreibung
  • Bauzeichnungen
  • Berechnungen
  • Standsicherheits- und Schallschutznachweis
  • Brandschutzkonzept

Die Allgemeinen und besonderen Vorschriften für Garagen finden sich in der Verordnung über Bau und Betrieb von Sonderbauten (SBauVO) Es werden laut § 122 drei Gruppen betrachtet:

  1. Kleingaragen mit maximal 100 m² Nutzfläche.
  2. Mittelgaragen mit einer Nutzfläche von 100 bis 1.000 m².
  3. Großgaragen mit einer Nutzfläche von mehr als 1.000 m².

Nutzfläche meint hier die Summe zusammenhängender Einstellflächen und Verkehrsflächen.

Die Sonderbauverordnung

Die Sonderbauverordnung nennt verschiedene Bauvorschriften bzgl. der Konstruktion und der Zu- und Abfahrten. Auf Kleingaragen fallen folgende Punkte:

  1. Ausreichend Platz vor dem Garagentor, um wartende Kraftfahrzeuge aufzunehmen, wenn der freie Verkehrsfluss im öffentlichen Straßenraum sonst nicht zu gewährleistet ist.
  2. Die Länge der Zu- und Abfahrten muss zwischen Garage und öffentlicher Verkehrsfläche mindestens 3 m betragen.
  3. Bei freier Sicht auf die öffentlichen Straßen ist eine Verringerung möglich.
  4. Für Kleingaragen sind tragende Wände und Decken ohne Feuerwiderstand zulässig.
  5. Mindestens 5 Meter Länge und 2,45 Meter Breite des Einstellplatzes für das Kraftfahrzeug
  6. Sollten Wände und/oder Decken eine an Wohnbebauung anliegen, so müssen diese feuerhemmend sein.
  7. Selbiges Gilt für Durchgänge von Garagen zu angrenzenden Räumen zusätzlich dicht- und selbstschließenden Türen.
  8. Maximal 200 Liter Dieselkraftstoff und 20 Liter Benzin zur Lagerung in Kleingaragen zulässig.

Das Nachbarrechtsgesetz Nordrhein-Westfalen

Nachbarn darf durch Arbeiten möglichst kein Schaden und/oder Belästigung entstehen. Dem Nachbarn steht bei Schäden ein Schadensersatz zu.

Garagen und Grenzbebauung

Abstandsflächen und Grenzbebauung werden in der Bauordnung für NRW geregelt. Unter bestimmten Umständen dürfen Garagen in die Abstandsflächen anderer Gebäude hinein, bzw. ohne eigene Abstandsflächen errichtet werden. Garagen, die an der Grundstücksgrenze errichtet werden, unterliegen folgenden Bestimmungen:

Gesamtlänge der Bebauung grenznah oder an der Grenze nur bis zu einer Länge von 9 Metern an einer Seite und 15 Metern insgesamt.

Bei der Grenzbebauung darf die mittlere Höhe, inklusive Giebelfläche, von 3 Metern nicht überschritten werden.
Anstatt direkt auf der Grenze, kann eine Garage auch mit Abstand errichtet werden. Er beträgt einen Meter.

Hersteller Fertiggarage

Fertiggaragen verlangen Kompetenz bei der Konstruktion, der Fertigungen und der Montage. Hier sollte man nichts dem Zufall überlassen sondern auf die Leistungsfähigkeit und Innovationskraft deutscher Hersteller vertrauen.

Hier finden Sie eine Fertiggaragen Hersteller-Auswahl, die die Kriterien erfüllen, die anspruchsvolle Kunden an ein Unternehmen stellen:

Achenbach GmbH – www.achenbach-siegen.de
Becker GmbH – www.becker-friedewald.de
Betonwerk Malsch – www.betonwerk-malsch.de
Garagenmarkt Prislich – http://garagenmarkt.biz/
Mokinski & Sohn KG – www.mokinski.com
Novoferm Siebau GmbH – www.siebau.de
Oskar Overmann GmbH & Co KG – www.overmann.de
Projekt-Team Garage – www.garage.de
Rasselstein Raumsysteme GmbH – www.rasselstein.de
Rekers Betonwerk GmbH & Co KG – www.rekers-beton.de
Gebrüder Wahl GmbH & Co KG – www.gewa.de
1a Fertiggaragen – www.fertiggaragen1a.de
MULTI-System – www.multi-garagen.de
ESTELIT – www.estelit.de
FRAWIA – www.stahlgarage.de
GEWA – www.gewa.de
Griesmann Garagen – www.griesmann.de
Harr Fertiggaragen – www.harr-garagen.de
Kersting – www.kesting.de
Zapf GmbH – www.systemgaragen.de

F&Q

1. Wie lange dauert der Aufbau einer Fertiggarage?

Fertiggaragen aus Beton und Stahl sind – sofern es sich um Standard Baugruppen handelt – innerhalb Tagesfrist montiert.

Dabei sind Fertiggaragen aus Stahlblech sicherlich auf Grund der handlicheren Bauelemente, bzw. des Gewichts leichter zu handhaben und damit oft innerhalb 2 Stunden aufgebaut.

2. Kann man eine Fertiggarage selber bauen?

Bausätze für Fertiggaragen sind auch für den weniger geübten Heimwerker auf Grund der systematisierten Bausätze oft in wenigen Stunden aufgebaut.

Mehr als ein bis zwei Helfer sind nicht erforderlich insbesondere bei Fertiggaragen aus Stahlblech. Auf Grund des höheren Gewichts der Bauelemente, ist der Aufwand bei Beton-Fertiggaragen etwas höher, aber absolut machbar.

3. Ist der nachträgliche Einbau von Fernstern und Türen möglich?

Auf Grund der Bauweise ist der Einbau von Türen und Fenstern bei Fertiggaragen aus Stahl schneller zu realisieren als bei Stahlbeton-Fertigelementen. Wer sich großzügigere architektonische Änderungen offen halten will, sollte sich eher für eine Stahl-Fertiggarage entscheiden.

4. Welches Fundament ist für eine Fertiggarage erforderlich?

Je nach Bauart ist eine Bodenplatte oder ein Streifenfundament erforderlich. Welche Fundamentkonstruktion erforderlich ist, geht aus den Spezifikationen der Hersteller hervor. Wer kostengünstig bauen möchte, sollte sich eher für die preisgünstiger Bodenplatte als für ein Streifenfundament entscheiden. Zum Teil ist auch die Bodenbeschaffenheit des Grundstücks ein Entscheidungskriterium.

5. Ist ein Bauantrag für den Bau einer Fertiggarage notwendig?

In aller Regel wird eine Baugenehmigung erforderlich sein. Viele Hersteller nehmen den Kunden diesen bürokratischen Akt ab, oft sind der Bauantrag sowie die Begleitung des Genehmigungsverfahrens im Preis der Fertiggarage eingeschlossen.

6. Wie lange ist die Garantiezeit für eine Fertiggarage?

Die Garantiezeit für Fertiggaragen liegt normalerweise bei 20-25 Jahren.

 7. Ist die Qualität einer Fertiggarage mit dem Massivbau vergleichbar?

Die Qualität moderner Fertiggaragen aus Beton, Stahl oder Holz kann sich heute absolut mit der einer massiv gebauten Garage messen, übertrifft sie sogar z.T., trotz geringerer Wandstärke in Bezug auf Wärmedämm- und Schallschutzwerte.

8. Kann eine Fertiggarage mit umziehen?

Fertiggaragen in Trockenbauweise, zu denen z.B. Stahlblech-Fertiggaragen gehören, können bei Bedarf demontiert und an anderer Stelle wieder aufgestellt werden. Bei Beton-Fertiggaragen ist dies nur möglich, wenn sie auch in Trockenbauweise erstellt wurden.

9. Wie teuer sind Fertiggaragen?

Nach einer Studie kosten Fertiggaragen etwa die Hälfte von dem, was eine gemauerte Garage gleicher Größe und Ausstattung kosten würde.

10. Was passiert mit dem Regenwasser?

Viele Fertiggaragen verfügen über Entwässerungssysteme. Aufwändigere Lösungen sind meist Bestandteil eines gesonderten Angebotes. Insbesondere Zisternensysteme mit Unterboden-Entwässerung sind für ökologisch orientiere Bauherrn zu empfehlen, da das Regenwasser damit auch weiterer Nutzung zugeführt werden kann.

Planungshilfe Fertiggarge

Wer eine Fertiggarage als integrativen Bestandteil eines Hausbau-Projektes oder mit einer nachträglichen Montage – schlüsselfertig oder als Bausatz – errichten möchte, sollte im Vorfeld bestimmte Fragen klären:

Ist eine Einzel oder Doppelgarage erforderlich?

Direkt eine Doppelgarage zu bauen ist meist wesentlich günstiger als eine Einzelgarage zu einem späteren Zeitpunkt zu erweitern.

Soll die Garage nur für die Fahrzeugunterbringung dienen oder soll sie zusätzlichen Stauraum aufweisen, z.B. für Winterreifen, Werkstatttisch, Gartengeräte u.ä.?

Um eine Garage auch für weitere Zwecke zu nutzen, sollte man je nach Anspruch eine Heizung und Stromanschlüsse einplanen. Vor allem Fertiggaragen aus stahl sind variabel in Bezug auf die Raumaufteilung und der Einplanung von Fenstern und Türen.

Soll die Garage ggf. später erweitert werden können?

Fertiggaragen aus Beton können nur bedingt erweitert werden. Konstruktionen aus Stahlblech dagegen bieten die Möglichkeiten, eine Erweiterung um eine Garage oder ein Carport durchzuführen.

Bietet der Hersteller, bzw. Anbieter der Fertiggarage Unterstützung der Durchführung der Baugenehmigung?

Für die Montage, bzw. den Bau von Fertiggaragen ist eine Baugenehmigung notwendig. Die lästigen bürokratischen Pflichten übernehmen viele Anbieter für Sie – und diese Leistung ist meist inbegriffen.

Welchen Pflegeaufwand brauchen Fertiggaragen in den verschiedenen Materialtypen?

Den geringsten Pflegeaufwand brauchen Fertiggaragen in Stahl-Bauweise. Sie sind in aller Regel absolut witterungsbeständig. Beton ist dagegen empfindlicher. Hier kommt es ganz auf die Hochwertigkeit der Betonmischungen an. Doch selbst hochwertige Betonausführungen halten durchschnittlich nur 15 Jahre, soweit sie Wind und Wetter ausgesetzt sind, also nur halb so lange wie Garagen aus Stahl.

Wie ist der Unterschied in der Materialstärke?

Die geringste Wandstärke bei vergleichbaren Isoliereigenschaften braucht eine Fertiggarage aus Stahl. Hat diese nur eine Dicke von 3 cm, so weist die Garage aus Beton eine Wandstärke von 6 cm auf.

Schlüsselfertig oder selber bauen?

Vor allem Bausätze aus Stahlblech geben auch dem ungeübten Heimwerker mit ein wenig Hilfe und 6-7 Stunden Arbeitseinsatz eine Fertiggarage selbst zu realisieren.

Wie wird die Fertiggarage angeliefert?

Beton-Fertiggaragen sind schwer. Meist ist ein entsprechendes Schwerlastfahrzeug erforderlich, um die Garage zur Baustelle zu bringen. Probleme gibt es dann, wenn z.B. die Straßenführung oder der Vorgarten die Anfahrt des Lieferfahrzeugs oder eines Kranwagens nicht erlaubt. In diesen Fällen ist eine Stahl-Garage sinnvoller, da sie meist in kompakten Einzelteilen angeliefert wird.

Tor-Lösungen

Das Schwingtor aus Holz oder Stahlblech, manuell oder mit Fernbedienung gilt als klassische und preisgünstigste Lösung. Diese Variante benötigt jedoch konstruktionsbedingt mehr Platz als ein Sektionaltor oder ein Rolltor. Vor allem, wenn eine Fertiggarage nicht nur zur Unterbringung eines Fahrzeugs dient sondern auch für die Einrichtung einer Hobbywerkstatt oder dem Abstellen eines Motorrades oder von Fahrrädern geeignet sein soll, ist jeder Zentimeter Raumgewinn wichtig.

Hier bieten sog. Sektionaltore mehr Spielraum. Von außen nicht von einem Schwingtor zu unterscheiden, öffnet es sich allerdings senkrecht und gibt damit die Möglichkeit, die Garage in ihrer vollen Länge auszunutzen.

Praktisch sind Sektionaltore vor allem dann, wenn vor der Garage ein Fahrzeug abgestellt ist, z.B. unter einem vorgebauten Carport, und kein Platz für das Ausschwingen zur Verfügung steht. Sektionaltore sind als manuell oder ferngesteuerte Modelle bei den Herstellern für Fertiggaragen als systemintegrierte Torlösungen für die eigene Modellpalette abrufbar.

Immer mehr interessieren sich die Bauherrn von Fertiggaragen für Rolltore, bzw. Deckengliedertore, die sich per Funksteuerung lautlos öffnen und schließen. Die rollengeführten Gliederkonstruktionen, aus doppelwandigen Stahlprofilen bieten besonders viel Sicherheitsreserven gegen Diebstahl. Beim einem elektrischen Rolltor ist jedoch immer ein, möglichst von zu Hause aus betretbarer Eingang einzuplanen, um ggf. bei einem Defekt der Elektrik von innen das Tor öffnen und schließen zu können.

Dach-Lösungen

Darüber hinaus ist die Dacheindeckung mit der des Hauses in den meisten Fällen so gestaltbar, dass die Fertiggarage zum integrativen Bestandteil des Hauses wird, bis hin zur lückenlosen Dachüberbauung, die selbst bei nachträglicher Montage einer Fertiggarage den Eindruck unterstützt, dass alles „aus einem Guss“ gebaut wurde.

Beim Neubau eines Hauses ist es sinnvoll, die Garage – als Einzelgarage oder Doppelgarage – als integrativen Bestandteil einer zukunftsorientierten Planung zu sehen.

Insofern sollte man berücksichtigen, dass u.U. zu einem späteren Zeitpunkt weitere Fahrzeuge angeschafft, bzw. der Dachboden oder Kellerräume zu Wohnräumen ausgebaut werden und damit zusätzlicher Stau- und Abstellraum notwendig wird.

Bei Doppelgaragen ist es besonders wichtig, diese mit entsprechenden Dachlösungen in die Gesamtharmonie des Wohnhauses einzupassen, möglicherweise mit Dächern, die neben dem ebenerdigen Platz für den PKW weiteren Platz in der Dachebene bietet.

Bausatz Fertiggarage

Bausätze aus den verschiedensten Werkstoffen bieten die Hersteller von Fertiggaragen an. Dabei müssen auch Bausätze nicht langweilig wirken. Von der einfachen Flachdach-Garage aus verzinktem Stahlblech bis zur Landhaus-Lösung in Blockhausbauweise reicht das Angebot der Selbstbau-Varianten. Dabei kann der Heimwerker auf die verschiedensten Konstruktionsvarianten zurückgreifen.

Fertiggaragen mit Wänden aus Leichtbeton, Porenbeton, Stahlbeton sind ebenso in den Sortimenten vertreten wie Modelle aus Faserzement, Stahl oder Kunststoff. Trotz selbstbaufreundlicher Systematik muss der Heimwerker nicht auf Individualität verzichten.

Sinnvollerweise greift man bei einem Bausatz für Fertiggaragen auf Komplettlösungen zurück, die aus Wand- und Dachkonstruktion sowie meist aus einem Schwingtor, aber auch, wenn gewünscht, aus zusätzlichen Türen oder Fenstern besteht.

Auch bei der Wahl des Dachaufbaus hat der Selbstbauer flexible Möglichkeiten. Sektionaltore werden meist in Verbindung mit schlüsselfertigen Fertiggaragen angeboten, da deren Installation fachmännische Fähigkeiten und Spezialwerkzeuge erfordert.

Holz-Fertiggarage

Fertiggaragen aus Holz bieten die Hersteller als Garagen in Holzständerbauweise oder Blockhaus-Bauweise. Bei Holzgaragen in Fertigbauweise zählen nicht nur optische sondern auch ökologische Aspekte. Vor allem beim Bau eines Fertighauses in seinen verschiedenen Konstruktionsvarianten ist der Aufbau der Garage integrativer Bestandteil der Gesamtarchitektur. Die Fertiggarage in Holzbauweise kann auch im Selbstbau realisiert werden. Meist sind solche Bausätze weitgehend identisch mit den Konstruktionsmerkmalen eines Carports, der nur zusätzlich mit Innenwänden, Außenwänden und Dämmstoffen versehen wird.

Holz-Fertiggaragen in Blockhaus-Bauweise sind erheblich aufwändiger. Sie sind meist abgestimmt auf eine entsprechende Ausstattung der Wohnhäuser. Insofern werden solche Garagen meist in Holzart und Farbe dem Wohnhaus selbst angepasst.

Beim Neubau eines Holzhauses sind sie oft systemintegriert, das heiß sie besitzen z.B. einen gemeinsamen Dachüberbau und eine direkte Verbindung zum Haus selbst. Je nach Ausstattung lässt sich so nicht nur ein Abstellplatz für den PKW schaffen sondern auch zusätzlicher Stauraum. Eine Doppelgarage in Holzbauweise ist nicht nur als Stellfläche für den Zweitwagen interessant sondern insbesondere als zusätzliche Abstellfläche für Häuser, die ohne Keller gebaut wurden oder deren Speicher zum Wohnraum gewandelt wurde.

Fertiggaragen aus Holz sind, wenn sie sich nicht auf die Konstruktionsmerkmale eines Carports beschränken, sicherlich nicht die billigste Form des Garagenbaus, sie bieten jedoch einige materialtypische Vorteile und nicht zuletzt eine natürliche Atmosphäre.